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| Merkmale: | Größe: 20-25 cm, maximal bis 30 cm. Körperform: Der Schlammpeizger hat einen walzenförmigen Körper, der vorne fast drehrund ist und hinten seitlich etwas zusammengedrückt. Die Haut ist schleimig. Die Mundsparte ist eng und unterständig. Von den 10 Barfäden kommen 6 am Oberkiefer vor und 4 am Unterkiefer. Die vordere Nasenöffnung ist röhrenförmig. Im Gegensatz zu den Cobitis-Arten (z.B. Steinbeißer) hat der Schlammpeizger keinen Augendorn. Flossen: Die Rückenflosse hat 8-9, die Afterflosse 7-8 Strahlen. Die Schwanzflosse ist abgerundet. Schuppen: Der Körper ist von kleinen Schuppen bedeckt. Die Seitenlinie ist unvollständig. Färbung: Die Rückenseite ist dunkelbraun, die Flanken sind heller. Sie sind lederfarben und haben ein breites, schwarz-braunes Längsband. Ober- und unterhalb dieses Bandes befindet sich ein dunkler Längsstreifen. Der Bauch ist hell . | ||
| Ökologische Ansprüche: | Der nachtaktive Schlammpeizger bevorzugt
stehende Gewässer (Altarme, Gräben, Teiche) mit schlammigem,
pflanzenreichem Grund. Derartige Gewässer haben häufig einen niedrigen
Sauerstoffgehalt und können zeitweise trockenfallen. An den niedrigen
Sauerstoffgehalt hat sich der Schlammpeizger angepaßt, indem er die Fähigkeit
zur Darmatmung erworben hat. Er kann an der Wasseroberfläche Luft
schlucken und den Gasaustausch (Atmung) im Darm vollziehen. Außerdem ist
er imstande, bis zu 70 % seines Sauerstoffbedarfs über die Haut zu
decken (Hautatmung). Bei sehr geringen Wasserständen und im Winter gräbt
er sich im Schlamm ein und verfällt in eine Art Dauerschlaf, der bei ungünstigen
Bedingungen bis zu einem Jahr dauern kann. Gegenüber Luftdruckschwankungen ist der Schlammpeizger jedoch sehr empfindlich. Bei nahendem Gewitter zeigt er ein unruhiges Verhalten, weshalb er auch Wetterfisch genannt wird. Die Nahrung besteht aus Muscheln, Insekten und Schnecken. In der Laichzeit (April bis Juni) legen die Weibchen ca. 70.000-150.000 Eier von 1,5 mm Durchmesser an Wasserpflanzen ab (phytophiler Laicher).Die Eiablage erfolgt portionsweise und kann sich über mehrere Wochen erstrecken. Die Larven besitzen vorübergehend fadenförmige äußere Kiemen, als Anpassung an den niedrigen Sauerstoffgehalts der Wohngewässer. |
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| Vorkommen in Europa: | Der Schlammpeizger kommt in Mittel- und Osteuropa vor. Ausnahmen sind Großbritannien und Skandinavien, sowie die Zuflüsse des nördlichen Eismeeres. | ||