Bitterling 

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Lateinischer Name: Rhodeus sericeus amarus [BLOCH]

Weitere Namen: Bitterfisch, Schneiderkarpfen, Bitterling (engl.), Bouvière (frz.), Petènse (frz.)

Merkmale: Größe: 5-6 cm, max. 9 cm. Körperform: Der Körper des Bitterling ist hochrückig und seitlich abgeflacht geformt. Flossen: Die Afterflosse hat 11-13, die Rückenflosse 12-13 Strahlen. Schuppen: In einer Längsreihe liegen jeweils 34-38 große Schuppen. Die Seitenlinie erstreckt sich nur über 5-6 Schuppen. Färbung: Der Rücken ist graugrün bis schwärzlich gefärbt. Die Flanken sind heller und glänzen silbern. Eine blaugrün schimmernde Längsbinde zieht sich von der Seitenmitte bis zur Schwanzflosse. Der Bauch ist weiß und schimmert rosa. Während der Laichzeit färben sich Kehle, Brust und vorderer Bauch des Männchens rot. Rücken und Hinterkörper schimmern dann bläulichgrün .
Ökologische Ansprüche: Der Bitterling lebt schwarmweise sowohl in kleinen stehenden (Teiche, Seen, Altarme) als auch in langsam fließenden Gewässern mit sandigem oder schlammigem Untergrund. Hier besiedelt er bevorzugt die pflanzenreichen Uferzonen. Er kommt nur in Vergesellschaftung mit Teich- oder Flußmuscheln der Gattungen Anodonta und Unio vor.
Er ernährt sich vorwiegend von pflanzlichem Material, aber auch von kleinen Wirbellosen (Würmer, Kleinkrebse, Insektenlarven).
Zur Laichzeit (April - Juni) sucht sich das nun prächtig bunt gefärbte Männchen eine Muschel aus, die es gegenüber anderen Rivalen verteidigt. Es führt ein Weibchen, dem eine Legeröhre gewachsen ist, an diese Muschel und veranlaßt es, Eier in den Kiemenraum der Muschel abzulegen, um sie dann zu besamen. Der Laichvorgang wiederholt sich mehrmals, auch mit verschiedenen Partnern. Insgesamt werden pro Weibchen höchstens 40 -100 Eier in verschiedene Muscheln abgelegt.
Bis zum Verzehr des Dottersackes verbleiben die Larven geschützt im Kiemenraum der Muscheln und werden erst als ca. 1 cm lange, schwimmfähige Jungfische ausgestoßen.
Vorkommen in Europa: Der Bitterling ist in fast ganz Mittel- und Osteuropa nördlich der Alpen verbreitet. Er fehlt jedoch auf den Britischen Inseln und in Skandinavien.