Moderlieschen 

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Lateinischer Name: Leucaspius delineatus [HECKEL]

Weitere Namen: Zwerglaube, Schneiderkarpfen, Mutterloseken, Malinchen, Modke, White aspe (engl.), Able (frz.)

Moderlieschen
Merkmale: Größe: 6-9 cm, max. 12 cm. Körperform: Das Moderlieschen hat einen spindelförmigen, seitlich etwas abgeflachten Körper, der zwischen Bauch- und Afterflosse eine kielförmige Bauchkante aufweist. Flossen: Die Rückenflosse hat 10-11, die Afterflosse 14-20 Strahlen. Schuppen: In einer Längsreihe befinden sich 44-48 große, silberglänzende Schuppen, die leicht abfallen. Färbung: Der Rücken ist bräunlich bis olivfarben. Die Flanken glänzen stark silbern und haben einen blauen Schimmer. Der Bauch ist weißlich. Über die Seiten des Körpers zieht sich ein blauer Längsstreifen, der besonders auf dem Schwanzstiel deutlich zu sehen ist .
Ökologische Ansprüche: Das Moderlieschen bewohnt als ein geselliger Oberflächenfisch vorwiegend pflanzenreiche Kleingewässer, Gräben, versumpfte Weiher, flache Seen und langsam fließende Gewässer. Schnell fließende Bäche sowie Höhenlagen über 400 m werden gemieden.
Das Moderlieschen ernährt sich vorwiegend von Luftinsekten (Anflugnahrung), Wasserflöhen und Hüpferlingen (Zooplankton) sowie von Algen.
Zur Laichzeit, die in den Monaten April - Juni liegt, werden die ca. 1 mm großen Eier in Form von Bändern oder Spiralen um Pflanzenstengel geklebt. Das Ablaichen kann sich über mehrere Wochen erstrecken. Das Männchen übernimmt anschließend die Bewachung und Betreuung des Geleges bis zum Schlupf der Brut.
Vorkommen in Europa: Das Moderlieschen kommt in Mittel- und Osteuropa vor. Es fehlt in England, Südfrankreich, auf der Pyrenäenhalbinsel und in Italien.