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Bericht über den Leine-Pokal 2009 des SAV Hannover |
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Am 30. August trafen sich 17 Mannschaften zum diesjährigen Leine-Pokal-Angeln. Dieses Angeln des SAV Hannover findet im zweijährigen Rhythmus im Wechsel mit den FV Hannover statt. In der Vergangenheit war jeweils Himmelfahrt Termin dieser Veranstaltung gewesen, doch zeigte sich in den vergangenen Jahren immer mehr, dass auf Grund der allgemein zurückgehenden Fischbestände auch die Fänge zu dieser eher frühen Jahreszeit deutlich weniger wurden. Daher wurde erstmalig das letzte Augustwochenende als Termin ausgewählt, da hier die Fische wesentlich aktiver sein sollten. Es wurde in vier Sektoren gefischt, zwei Sektoren Leine sowie zwei stehenden Gewässern, den Wülfeler Teichen und dem Schragesee. Nachdem sich die Mannschaften um 6.00 Uhr morgens trafen und sich mit einem Frühstück stärken konnten, begann die Auslosung der Sektoren. Mit Führungsfahrzeugen wurden die Teilnehmer anschließend in die einzelnen Sektoren gebracht, nur der Sektor Wülfeler Teiche liegt direkt am Treffpunkt am Vereinsheim des SAV.
Leine-Sektor A „Ihme“ Dieser Sektor befindet sich in Sichtweite der AWD-Arena und war lange Zeit wegen der vielen Bäume am Ufer kaum befischbar. Die Leine ist hier etwa 30 m breit, 2,5 – 4 m tief und besitzt eine mäßige Strömung. Nachdem hier durch die Stadt Hannover das Ufer wieder zugänglich gemacht wurde, zeigten einige Probefischen im Vorlauf, dass in diesem Sektor mit großen Fischen zu rechnen ist. Leider hatte sich das Wasser bis zum Leine-Pokal wegen der langen Trockenzeit stark aufgeklart, so dass die Fische sicherlich eher vorsichtig beißen würden. Das bestätigte sich nach dem Start, es dauerte relativ lange, bis ein paar der Angler erste Fischkontakte vermelden konnten. Die optimale Methode war hier die Kopfrute, Match- und Bolorute machten hier wenig Sinn. Auch einige der hier erwarteten großen Fische gingen an die Haken, und mit einem Brassen von fast sechs Pfund sowie zwei weiteren Fischen konnte sich in diesem Sektor Lambert Möller vom Spro Team Meppen mit 3916 gr. durchsetzen. Holger Hess von Team Huntetal I auf dem Endplatz fing eine ordentliche Strecke an Rotaugen bis ca. 300 gr. und belegte mit 3345 gr. den zweiten Platz. Volker Knak vom SFV Alte Leine konnte neben weiteren Fischen im letzten Drittel eine gute Brasse keschern, was ihm mit 2700 gr. den dritten Platz einbrachte. Leider gingen in diesem Sektor mehrere große Fische verloren, sonst hätten die Ergebnisse noch besser ausgesehen.
Leine-Sektor B „Dornröschen“ Hier ist die Leine durch eine Staustufe ca. 50 m breit. Der obere Bereich des Sektors, der in einer leichten Außenkurve liegt, besitzt in Kopfrutenentfernung eine Tiefe von 2,5 – 3 m, im unteren Bereich ist es bis 4,5 m tief. Im gesamten Sektor befindet sich in der Mitte eine Kante und dahinter ist das Wasser nur noch etwa 1 m tief und eine Option für die Match- und Bolorute. Im Flachwasser halten sich hier gern Häslinge und kleinere Rotaugen auf. Nach dem Start wurden im oberen Bereich schnell die ersten Rotaugen und Häslinge mit der Kopfrute gefangen, jedoch ließ das Beißen bereits nach einer halben Stunde nach. Im tiefen unteren Bereich war dagegen mit der Kopfrute nicht viel auszurichten, dafür fingen hier die Angler, die mit der Bolorute anfingen oder später darauf umstellten, ihre Fische im Flachen. Hauptfische im B-Sektor waren kleine und wenig mittlere Rotaugen und Häslinge. Dirk Brunzel vom FV Hannover II setze sich mit 2580 gr. vor Jörg Bevendsen (1380 gr.) von den Calenbergern Stippern und Thorsten Götzke (1360 gr.) vom Club Braunschweiger Fischer durch.
Sektor C Wülfeler Teiche Diese eher kleinen Teiche direkt am Vereinsheim des SAV beherbergten noch vor wenigen Jahren Massen an Kleinfischen und so waren früher 200-300 Fische pro Angler und Durchgang für eine vordere Platzierung nötig. Doch seitdem diese Teiche in den vergangenen Wintern von Kormoranen heimgesucht wurden, hat sich der Fischbestand verändert. Die Fische sind besser abgewachsen und Besatzmaßnahmen haben zu einem guten Bestand an mittleren Fischen geführt. Die Methode der Wahl sind hier Whips in 3-6 m Länge, da sich die Fische meistens im Uferbereich aufhalten. In diesem Sektor wurden die Angler auf zwei Teiche mit französischer Wertung verteilt. Zum einen der bis 1,5 m tiefe und etwas verkrautete Badeteich und zum anderen der bis 5 m tiefe Eisvogelteich. Wie gewohnt wurden schnell die ersten Fänge getätigt und mit sparsamen Einsatz von Futter blieben die Fische lange in Beißlaune. Hauptfänge waren Rotaugen bis 25 cm und Brassen bis 35 cm. Den ersten Platz belegte Ingo Schulz vom FV Schladen, der im Badeteich 5820 gr. fangen konnte. Zweiter wurde Leo Munz vom Team Lehrte mit 4520 gr. aus dem Eisvogelteich, gefolgt von Jörg Gellert von den Calenberger Stippern mit 3180 gr. (Badeteich).
Sektor D „Schragesee“ Am Schragesee wurde Plätze am Damm und auf der Koppel ausgesteckt. Auch hier war das Wasser sehr klar, so dass zu vermuten war, dass die Fische hier eher weiter draußen stehen. So konnte Olaf Köhne vom FV Hannover 2 mit der Matchrute bei ca. 30 m Rotaugen und auch Brassen fangen, die ihm mit 4600 gr. den zweiten Platz im Sektor einbrachten. Noch mehr fing Hermann Biernat vom Spro Team Meppen, der als einziger die Fische auf Kopfrutenentfernung voll am Platz hatte und mit 7850 gr. das Tageshöchstgewicht fing. Auf Platz drei folgte Viktor Arzer vom FV Hannover 1 mit 2750 gr.
Mannschaftswertung Nach einem ausgiebigen Mittagessen und einigem Fachsimpeln stand dann auch die Mannschaftswertung fest. Mit der Gesamtziffer 15 setzte sich das Team der Calenberger Stipper gegen die Konkurrenz durch. Zweiter wurde der FV Hannover 1 mit der Gesamtziffer 21 vor dem Spro Team Meppen (22,5).
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